| Weiß: | Knut (1.Hz), Olli (2.Hz), Radi, David, Henry, Michael, Peter, Thomas, Marian, Dirk (2. Hz) |
| Schwarz: | Olli (1.Hz), Knut (2.Hz), Wolfgang, Benjamin II, Ewald, Martin, Auge, Torsten, Dirk (10 Min in 1. Hz.) |
Zum Spielverlauf schreibe ich eher selten was. Heute ist es mir aber ein Bedürfnis.
Das Spiel begann etwas unausgeglichen. Zwar hatte Weiß einen numerischen Vorteil, dieser war jedoch nicht zu bemerken. Schwarz spielte gut, kombinierte clever, ließ „lediglich“ 6 bis 7 hochkarätige Torchancen liegen. Weiß schaffte es kaum aus der eigenen Hälfte. Die beiden „Lauftiere“ Peter und Thomas versuchten sich durch die schwarzen Verteidiger zu kombinieren, was leider selten gelang, beide aber viel Substanz kostete. 2 Konter führten zu den einzigen Toren für Weiß, weitere Chancen hab ich nicht gesehen. 10 Minuten vor der Halbzeit tauchte Dirk auf, der Schwarz zusätzlich im Mittelfeld verstärkte, aber an den zahlreichen ungenutzten Chancen seiner Mannschaft auch nicht viel ändern konnte. Trotz der Abschlussschwäche ging Schwarz zu Halbzeit verdient 3:2 in Führung.
Wie würde man in der Pause wechseln?
Die beiden weißen Läufer gaben an, ohne Tausch weiter spielen zu wollen.
Wie üblich wurden nur die Torwarte gewechselt, wenn das Ergebnis halbwegs ausgeglichen ist und die Spielerzahlen gleich groß sind. Nun begann die 2. Hälfte, schwarz spielte weiter offensiv aber ohne Glück im Abschluss. Und Weiß bemühte sich – wie in den ersten 45 Minuten – aus wenig viel zu machen. Keine der beiden Mannschaften gab auf. Dann verlor Weiß auch noch seinen Abwehrchef durch eine Zerrung, weshalb Dirk nun zu Weiß wechselte. Auch wenn der stärkste Abwehrspieler nun fehlte, gab „Nowitztkis“ Anwesenheit dem vorher oft ideenlosen weißen Angriff etwas Auftrieb. Schwarz musste nun wieder – wie schon in der 1. Halbzeit – in Unterzahl kämpfen! Als dann durch die starken weißen Mittelfeldakteure Peter und Thomas wieder Konter-Tore erzielt wurden, keimte auch bei dem letzten weißen Ungläubigen Hoffnung auf… So kam es, dass die Weißen das Spiel drehten und etwas unverdient mit 2 Toren in Front gingen. Da waren noch 5 Minuten zu spielen – gefühlt tickte die Uhr heute etwas langsamer als sonst… Weiß igelte sich hinten ein und kassierte den Anschlusstreffer. Dann standen noch 1:30 auf der gnadenlosen Uhr. Wieder drückte Schwarz und machte tatsächlich den verdienten Ausgleich, an dem David keine Schuld hatte – sie aber auf sich nahm.
Vielleicht war es dieser Frust, der ihn heiß machte. Es liefen beim Anstoß die letzten 30 Sekunden. David sprintete über den linken Flügel und der „Autor“ spielte den Ball steil in die Gasse Richtung Tor… Das ganze lief nun in Zeitlupe ab – den Ball konnte er nicht wirklich erreichen…Doch! David schiebt ihn mit der Fußspitze vorbei am Torwart in Richtung Tor. Er schien nun in Super-Slowmotion zu kullern und berührte zaghaft den Pfosten – Das hätte es sein können. Verdammt!!! Doch was war das?… Offenbar hatte der „Autor“ in einem der vorherigen Spiele in einem seiner seeeeeehr seltenen (!!!!!!!) Frustmomente so heftig gegen den rechten Pfosten getreten, dass dieser sich etwas verformt hat. Dies führte dazu, dass der Ball nicht nur vom Aluminium abprallte. Nein, er bekam einen Drall und drehte sich in die Maschen. Wahnsinn… Schalke verspielt in allerletzten Sekunde die Meisterschaft.
So herrlich und grausam zugleich kann Fußball sein. Es hat mich mal wieder gelehrt, auch wenn du unterlegen bist, GIB NIEMALS AUF! Und für Schwarz bleibt die Erkenntnis: „solange die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende“
…Oder „solange die Litfaßsäule“ stürmt“ ?!? Naja egal. War auf jeden Fall mal ein besonders abwechslungsreiches Spiel! Gute Besserung für Henry – Komm bald zurück!
Gast-Sportreporter Sly
Nachtrag: die Statistik von indi